Vergleich und Weiterentwicklung von Schädigungsmodellen für die Simulation des Scherschneidens

Institut
Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen (TUM-ED)
Typ
Bachelorarbeit / Semesterarbeit / Masterarbeit /
Inhalt
experimentell / konstruktiv /  
Beschreibung

Die präzise numerische Beschreibung des Materialversagens ist ein zentraler Bestandteil der Simulation von Scherschneidprozessen. Aufgrund der hohen plastischen Deformationen und der sich während des Prozesses stark verändernden mehrachsigen Spannungszustände stellt insbesondere die Vorhersage der Rissinitiierung und des anschließenden Versagens eine besondere Herausforderung dar. Das bestehende Simulationsmodell verwendet hierfür einen Johnson-Cook-basierten Schädigungsansatz. Weiterführende Modelle bieten die Möglichkeit, den Einfluss des Spannungszustands und der Schädigungsentwicklung detaillierter abzubilden.

Ziel der Arbeit ist die Untersuchung und der Vergleich verschiedener Material- und Schädigungsmodelle für die FE-Simulation des Scherschneidens von S355MC. Neben dem bestehenden Johnson-Cook-Ansatz sollen geeignete weiterführende Modelle untersucht und hinsichtlich ihrer Eignung zur Beschreibung von Deformation, Schädigung und Rissinitiierung bewertet werden. Je nach gewähltem Ansatz können dabei beispielsweise Lemaitre, Bai-Wierzbicki oder Hosford-Coulomb betrachtet werden.

Aufgaben

  • Einarbeitung in verschiedene Material- und Schädigungsmodelle
  • Auswahl geeigneter Modellansätze für den Scherschneidprozess
  • Implementierung bzw. Parametrisierung der ausgewählten Modelle in Abaqus
  • Ermittlung und Kalibrierung der erforderlichen Material- und Schädigungsparameter
  • Durchführung von FE-Simulationen des Scherschneidprozesses
  • Untersuchung der Spannungs-, Dehnungs- und Schädigungsfelder
  • Vergleich der ausgewählten Modelle mit dem bestehenden Johnson-Cook-Ansatz
  • Untersuchung des Einflusses von Spannungstriaxialität und Belastungszustand auf die Versagensvorhersage
  • Vergleich der vorhergesagten Rissinitiierung und des Kraftverlaufs mit experimentellen Daten
  • Bewertung der Modelle anhand von High-Speed-Bildaufnahmen und experimentellen Dehnungsfeldern

Das solltest du mitbringen

  • Studium im Bereich Maschinenbau, Mechatronik, Computational Engineering oder vergleichbar
  • Interesse an FEM, Werkstoffmodellierung und Bruchmechanik
  • Erste Erfahrungen mit Abaqus von Vorteil
  • Grundkenntnisse in Python oder MATLAB
  • Interesse an numerischer Modellierung und experimenteller Validierung
  • Analytische und strukturierte Arbeitsweise

Wir bieten dir

  • Mitarbeit an einem aktuellen Forschungsprojekt zur Simulation und experimentellen Analyse des Scherschneidens
  • Kombination aus FEM, Materialmodellierung und experimenteller Validierung
  • Einblick in moderne Schädigungs- und Versagensmodelle
  • Möglichkeit zur Untersuchung komplexer mehrachsiger Spannungszustände
  • Möglichkeit zur Integration in eine Bachelor-, Semester- oder Masterarbeit oder als HiWi-Stelle

Bewerbung:

Sende deinen Lebenslauf, Notenspiegel und ein kurzes Motivationsschreiben an: kevin.pruefer@tum.de

Du vergleichst moderne Schädigungsmodelle mit dem etablierten Johnson-Cook-Ansatz und untersuchst, wie sich unterschiedliche Modellformulierungen auf die Vorhersage von Versagen beim Scherschneiden auswirken.

Möglicher Beginn
sofort
Kontakt
Kevin Prüfer, M.Sc.
Raum: MW 5204.EG.008
Tel.: 089 289 13996
kevin.pruefertum.de