Bewertung der Rettungsmöglichkeiten von Personen im Brandeinsatz durch Anwendung einer Fehlerbaumanalyse
- Institut
- Professur für Brandwissenschaft und Brandingenieurwesen
- Typ
- Masterarbeit
- Inhalt
- theoretisch
- Beschreibung
Bewertung der Rettungsmöglichkeiten von Personen im Brandeinsatz durch
Anwendung einer Fehlerbaumanalyse.
Risikobewertung | Rettung | Fehlerbaumanalyse (FTA) | Abwehrender Brandschutz
Kontext – Relevanz
Die bauordnungsrechtlichen Anforderungen im abwehrenden Brandschutz formulieren grundlegend, dass
die Menschenrettung in Gebäuden jederzeit möglich sein muss. Diese Vorgabe stellt eine zentrale
Zielgröße des Brandschutzes dar, bleibt jedoch in ihrer konkreten Ausgestaltung weitgehend qualitativ und
damit interpretativ. Insbesondere fehlt eine eindeutige Definition oder Quantifizierung des Begriffs
„Möglichkeit“, wodurch unklar bleibt, unter welchen Bedingungen von einer tatsächlich gegebenen
Rettungsfähigkeit gesprochen werden kann.
Durch die Anwendung der Fehlerbaumanalyse (FTA) soll die bislang qualitativ formulierte Anforderung der
„möglichen Menschenrettung“ systematisch zerlegt und in ihren Einflussfaktoren nachvollziehbar gemacht
werden.
Erkenntnisinteresse – Zieldefinition – Art der Arbeit
Unter welchen Bedingungen ist eine erfolgreiche Menschenrettung im Brandeinsatz tatsächlich möglich
und wie diese Möglichkeit strukturiert beschrieben und bewertbar.
• RQ1: Welche Einflussfaktoren bestimmen die Möglichkeit einer erfolgreichen Menschenrettung im
Brandeinsatz der Feuerwehr?
• RQ2: Welche kritischen Ereigniskombinationen führen dazu, dass eine Menschenrettung im
Brandeinsatz mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitert?
• RQ3: In welchem Maße können die identifizierten Einflussfaktoren der Menschenrettung durch
taktische, organisatorische oder operative Maßnahmen der Feuerwehr beeinflusst werden und
welche Faktoren sind als extern vorgegeben zu betrachten?
• MQ1: Wie kann das Top-Ereignis „Scheitern der Menschenrettung“ eindeutig definiert und für die
Fehlerbaumanalyse operationalisiert werden?
• MQ2: Welche Daten- und Wissensquellen (z. B. Literatur, Einsatzberichte, Experteninterviews)
sind geeignet, um die Basisereignisse und deren logische Verknüpfungen im Fehlerbaum valide
abzuleiten?
• MQ3: Inwieweit lässt sich die Fehlerbaumanalyse im Kontext dynamischer Einsatzlagen (z. B. sich
entwickelnder Brandverlauf) sinnvoll anwenden bzw. erweitern?
Methodik – Arbeitspakete
1. Literatur- und Grundlagenanalyse: Theoretische Fundierung sowie Identifikation relevanter
Einflussfaktoren und Basisereignissen als Ausgangspunkt für die Modellbildung.
2. Einteilung und Gruppierung der Einflussfaktoren (bauliche Faktoren vs. einsatztaktische Faktoren,
konstante Faktoren vs. variable individuelle Faktoren, usw.)
3. Modellierung des Fehlerbaums (FTA) (Strukturierung in Zwischenereignisse und Basisereignisse,
Verknüpfung mittels logischer Operatoren, Abbildung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen.)
4. Analyse und Auswertung des Fehlerbaums inkl. Identifikation besonders kritischer Pfade.
Erkenntnisgewinn
Die Arbeit vermittelt die Fähigkeit, komplexe Einsatzsituationen der Menschenrettung im Brandeinsatz in
ein strukturiertes Modell zu überführen und relevante Einflussfaktoren systematisch zu erfassen. Zudem
wird ein vertieftes Verständnis für das Zusammenwirken von baulichen, taktischen und menschlichen
Parametern entwickelt. Die Anwendung der Fehlerbaumanalyse fördert den Umgang mit methodischer
Risikoanalyse in dynamischen Systemen. Darüber hinaus stärkt die Ableitung von
Handlungskonsequenzen das Verständnis für praxisnahe Entscheidungsprozesse im Feuerwehreinsatz.
Betreuung – Beginn
Bewerbungsende:
24.09.2026
<noscript>(at)</noscript>tum.de
Christian Benkert
christian.benkert<script>document.write('@');</script>- Voraussetzungen
Voraussetzungen – Anforderungsprofil
• Grundkenntnisse in Einsatztaktiken Feuerwehr wünschenswert- Möglicher Beginn
- 24.09.2026
- Kontakt
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Christian Benkert
christian.benkerttum.de - Ausschreibung
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