Methodik zur Analyse und Gestaltung organisatorischer Ambidextrie in KMU-Fertigungsbereichen
- Institut
- Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (TUM-ED)
- Typ
- Semesterarbeit Masterarbeit
- Inhalt
- theoretisch
- Beschreibung
Ausgangssituation
Produzierende kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen vor der Herausforderung, bestehende Prozesse effizient zu betreiben (Exploitation) und gleichzeitig neue Ideen und Innovationen zu entwickeln (Exploration). Diese Fähigkeit zur gleichzeitigen Verfolgung beider Aktivitäten wird als organisatorische Ambidextrie bezeichnet.Empirische Befunde (ca. 30 Experteninterviews und 100 Fragebogenantworten aus KMU in Bayern und Südtirol) zeigen, dass KMU sich stark auf Exploitation fokussieren und strukturierte Ansätze zur Umsetzung von Ambidextrie im Fertigungsbereich weitgehend fehlen.
Es existiert bislang keine praxistaugliche Methode, mit der KMU ihre organisatorische Ambidextrie in der Manufacturing Unit (MU) systematisch bewerten und gezielt gestalten können. Diese Lücke soll durch die vorliegende Abschlussarbeit geschlossen werden.
Zielsetzung
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer Methode, mit der KMU ihre organisatorische Ambidextrie im Fertigungsbereich (Manufacturing Unit) analysieren, einen Zielzustand definieren und geeignete organisatorische Gestaltungsrichtlinien (Design Guidelines) auswählen und umsetzen können.Die Methode soll sowohl ein Bewertungsinstrument (z. B. operationalisierter Fragebogen, Reifegradmodell) als auch eine strukturierte Vorgehensweise zur Auswahl kontextadäquater Gestaltungsrichtlinien (z. B. Scoring-Modelle, Portfoliomethoden) umfassen.
Aufgaben
- Aufarbeitung des Stands der Technik zu organisatorischer Ambidextrie im Fertigungskontext
- Entwicklung eines praxistauglichen Bewertungsinstruments (z. B. Fragebogen oder Reifegradmodell), mit dem KMU ihren aktuellen Stand bzgl. Exploitation und Exploration einschätzen können
- Identifikation und Systematisierung von Design Guidelines: konkrete organisatorische Maßnahmen zur Gestaltung von Ambidextrie (z. B. dedizierte Innovationszeiten, Wissensaustausch zwischen Teams, räumliche Trennung)
- Entwicklung eines Auswahlmechanismus (z. B. Scoring- oder Portfolio-Ansatz), der KMU ermöglicht, kontextpassende Design Guidelines auszuwählen
Validierung der Methode in 1–3 Gesprächen oder Workshops mit KMU aus Bayern und/oder Südtirol
- Voraussetzungen
- Studiengang: Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, MEC, Management & Technology o. ä.
- Interesse an Organisations- und Innovationsmanagement sowie qualitativer Forschung
- Freude an konzeptioneller Arbeit und der Entwicklung praxistauglicher Methoden
- Eigeninitiative, Selbstständigkeit und strukturierte Arbeitsweise
- Grundkenntnisse qualitativer Forschungsmethoden (Interview, Inhaltsanalyse) von Vorteil
- Möglicher Beginn
- sofort
- Kontakt
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Caroline Colsman
caroline.colsmaniwb.tum.de