Rethink. Reuse. Reprint: Ansätze zum Recycling von additiv hergestellten Ti64-Bauteilen
- Institut
- Lehrstuhl für Werkstofftechnik der Additiven Fertigung
- Typ
- Semesterarbeit Masterarbeit
- Inhalt
- experimentell
- Beschreibung
Motivation
Im Bereich der additiven Fertigung mit metallischen Werkstoffen spielt das Thema Nachhaltigkeit eine zunehmend wichtige Rolle. Besonders bei hochpreisigen Legierungen wie Ti-6Al-4V (Ti64), die häufig in der Luft- und Raumfahrt oder Medizintechnik eingesetzt werden, ist der effiziente Umgang mit Material essenziell. Ein signifikanter Anteil des Materialverbrauchs entfällt im Elektronenstrahlschmelzverfahren (EBM) auf Supportstrukturen, die nach dem Bauprozess nicht weiterverwendet werden können.
Die neue Plasma-Atomisierungsanlage von AMAZEMET bietet die Möglichkeit, aus Reststücken und Ausschussmaterial wieder hochwertiges Pulver herzustellen. Dieses Pulver könnte idealerweise wieder in der EBM-Anlage eingesetzt werden - und somit einen geschlossenen Materialkreislauf ermöglichen. Die vorliegende Arbeit soll erste Schritte zur Realisierung eines solchen Kreislaufs untersuchen und bewerten.
Ziel der Arbeit
Ziel dieser Studienarbeit ist es, die Eignung von recyceltem Ti64-Material - insbesondere aus EBM-Supportstrukturen - für die Wiederverwendung im EBM-Prozess zu analysieren. Hierfür soll untersucht werden,
- wie sich das Ausgangsmaterial für die Plasma-Atomisierung aufbereiten lässt,
- welche Eigenschaften das recycelte Pulver aufweist, und
- ob und unter welchen Bedingungen dieses Pulver in der EBM-Anlage wiederverwendet werden kann.
Langfristig soll die Arbeit als Grundlage für ein nachhaltiges Pulver-Recyclingkonzept im EBM-Bereich dienen.
Vorgeschlagene Arbeitspakete
1. Literaturrecherche und Stand der Technik
2. Charakterisierung des Ausgangsmaterials
3. Durchführung der Plasma-Atomisierung
4. Bewertung der Wiederverwendbarkeit im EBM-Prozess
5. Dokumentation und Ausblick
- Voraussetzungen
- Interesse an additiver Fertigung
- Materialwissenschaften und Nachhaltigkeit
- Erste Kenntnisse im Bereich metallischer Werkstoffe und/oder Pulvercharakterisierung sind von Vorteil, aber keine zwingende Voraussetzung
- Selbstständige und strukturierte Arbeitsweise
- Sehr gute Deutsch- oder Englischkenntnisse
- Teamorientierte Denkweise
- Tags
- MAT Studi, MAT GEITNER
- Möglicher Beginn
- sofort
- Kontakt
-
Claudia Geitner
Tel.: +49 (0) 89 289 - 55326
claudia.geitnertum.de